Was macht eine Unternehmenskultur wirklich aus – und wer gestaltet sie? Diese Fragen füllten am Montag, 16.03.2026, den Ankerplatz in Springe mit Leben, Energie und echtem Austausch. Menschen aus ganz unterschiedlichen Branchen kamen zusammen, um gemeinsam tiefer zu denken – und gingen mit neuen Perspektiven und neuen Kontakten nach Hause.
Wenn eine Frage den Raum in Bewegung bringt
20 Teilnehmer, ein Flipchart, bunte Post-its, drei Diskussionsräume – und zahlreiche Fragen rund um das Thema Unternehmenskultur. Wie entsteht Unternehmenskultur, und wer trägt Verantwortung für sie? Schon kurz nach dem Start war spürbar, dass dieser Abend kein gewöhnliches Format sein würde. Eric Engelhardt gab den inhaltlichen Rahmen – und ließ dann los. Das Gespräch entwickelte sich.
Theorie trifft Praxis: Was Unternehmenskultur wirklich ist
Zum Einstieg gab Eric einen strukturierten Impuls auf Basis des bekannten Drei-Ebenen-Modells von Edgar Schein: Unternehmenskultur zeigt sich in Artefakten (sichtbare Elemente wie Gebäude, Kleidung, Rituale), in Werten (bewusste Überzeugungen und Leitprinzipien) und in Grundannahmen (der oft unbewussten, tief verankerten Ebene, die Verhalten maßgeblich prägt). Diese Einteilung schuf eine gemeinsame Sprache – und eine gute Basis für den intensiven Austausch, der folgte.
Ebenfalls beleuchtet wurde der Zusammenhang zwischen Organisation und Kultur: Hierarchie, Prozessstrukturen, Kommunikationswege und Entscheidungsprozesse – all das formt, wie Kultur tatsächlich gelebt wird. Theorie, die plötzlich sehr konkret wurde.
Drei Räume, ein Thema – und viele unterschiedliche Perspektiven
Das Herzstück des Abends war das offene Diskussionsformat: In drei Räumen fanden gleichzeitig lebhafte Gespräche statt. Die Themen kamen direkt aus der Gruppe. Auf der Pinnwand sammelten sich Fragen, die zeigten, wie vielfältig das Thema ist:
- Vorbildfunktion: Haltung prägt Führungskultur – was bedeutet das konkret im Alltag?
- Kultur als Motivator: Wie „brande“ ich meine Mitarbeitenden?
- Führungsrolle neu überdenken: Bin ich noch „up to date“?
- Der Inhaber definiert zu Beginn die Unternehmenskultur – übernehmen die Mitarbeitenden das irgendwann?
- Gibt es „falsche“ Unternehmenskultur?
- KI und Unternehmenskultur – was verändert sich?
Diese Fragestellungen zeigten: Das Thema brennt – branchenübergreifend.
Bunt gemischt: Wenn verschiedene Branchen gemeinsam denken
Besonders bereichernd war an diesem Abend die Vielfalt der Teilnehmenden. Handwerk, Dienstleistung, Beratung, Soziales – unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Unternehmensgrößen, unterschiedliche Erfahrungen. Und genau das machte den Unterschied: Wer seinen eigenen Mikrokosmos verlässt und andere Perspektiven hört, denkt plötzlich anders. Neue Kontakte entstanden ganz selbstverständlich – zwischen Gesprächen, beim gemeinsamen Buffet, in den Übergängen.
Das nimmst Du mit:
- Kulturverständnis schärfen: Das Drei-Ebenen-Modell nach Edgar Schein bietet einen praktischen Rahmen, um die eigene Unternehmenskultur klarer zu sehen.
- Führung als Kulturpräger: Haltung und Vorbildfunktion wirken täglich – ob bewusst oder nicht.
- Branchenübergreifende Impulse: Der Blick über den Tellerrand zeigt Lösungsansätze, die man selbst nicht gefunden hätte.
- Offene Fragen als Ressource: Nicht jede Frage braucht eine fertige Antwort. Manchmal ist das gemeinsame Ringen das Wichtigste.
- Vernetzung passiert nebenbei: In ungezwungener Atmosphäre entstehen echte Verbindungen.
Dank und Ausblick
Ein herzliches Dankeschön geht an Eric Engelhardt für die präzisen Impulse und die feinfühlige Moderation, die den Gesprächen den nötigen Raum ließ. Und natürlich an alle Teilnehmenden, die mit ihrer konstruktiven Mitarbeit, ihren Fragen und ihrer Offenheit diesen Abend zu dem gemacht haben, was er war: lebendig, substanziell, verbindend.
Lust auf mehr? Beim nächsten Abend im Ankerplatz steht ein ganz anderes, aber ebenso aktuelles Thema auf dem Programm:
KI-Stammtisch – 30. März 2026 Komm vorbei, bring deine Fragen mit – und lass uns gemeinsam weiterdenken. Mehr Infos und Anmeldung
Key Takeaways
- Unternehmenskultur ist kein Zufall – sie entsteht täglich durch Haltung, Entscheidungen und Strukturen.
- Das Drei-Ebenen-Modell (Artefakte, Werte, Grundannahmen) hilft, Kultur greifbar zu machen.
- Führungspersönlichkeiten prägen Kultur durch Vorbildfunktion – bewusst oder unbewusst.
- Branchenübergreifender Austausch bringt neue Perspektiven, die im eigenen Umfeld fehlen.
- Konstruktive Gesprächsformate mit offenem Charakter erzeugen echte Energie und echte Vernetzung.
- Der nächste Termin: KI-Stammtisch am 30. März 2026 im Ankerplatz Springe.




